Checkliste: So finden Sie den richtigen Mieter

  •  Korrektes Inserat: Wecken Sie keine falschen Vorstellungen. Und vergessen Sie nicht, dass es gesetzlich vorgeschrieben ist, dass in Ihrem Inserat neben dem Baujahr auch Angaben zum Energieausweis stehen müssen: nämlich der Energieträger der Heizung, Endenergiekennwert und die Art des Ausweises.
  • Die Miete nicht zu hoch ansetzen: Erstens schreckt es Interessenten ab, zweitens erhöht es die Ansprüche des Mieters und drittens steigt das Risiko, dass der Mieter die Miete nicht regelmäßig zahlen kann.
  • Nicht auf Hartz-IV-Empfänger hoffen: Die meisten Hartz-IV-Empfänger leben in Partnerschaften und wollen deshalb nicht in 1-Zimmer-Wohnungen ziehen. Ihre Mietinteressenten werden vor allem aus Studenten, Pendlern und jungen Berufstätigen bestehen.
  • Nicht nur nach Sympathie entscheiden: Verlangen Sie neben einem Gehaltsnachweis unbedingt auch eine Schufa-Selbstauskunft. Diese hilft Ihnen, die Zahlungsfähigkeit einschätzen zu können.

 

Ein junges Paar zieht in eine leere Wohnung ein.

Ein zuverlässiger Mieter ist entscheidend, wenn Sie mit Ihrer Wohnung Gewinn erzielen wollen. Quelle: ©iStock/demaerre

  • Passt der Interessent in die Anlage? Zieht eine Studenten-WG in eine Wohnanalage mit älteren Paaren (oder andersherum), kann es schnell zu Streitereien kommen. Diese fallen auf Sie als Vermieter zurück, da Sie dazu verpflichtet sind, auf Anfrage der Hausbewohner einzugreifen.
  • Besichtigungstermin: Achten Sie darauf, dass Ihr Apartment hell und gepflegt wirkt. Versuchen Sie mit den Interessanten ins Gespräch zu kommen. Sie müssen den Interessenten Auskunft geben können über:  Energieausweis und -verbrauch, Nebenkosten (Heizungsart und -kosten), allgemeine Informationen zur Wohnung und der Anlage (Größe, Schnitt, Fensterart, Hausordnung, Hausgemeinschaft usw.), allgemeine Informationen über die Umgebung (Anbindung zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Einkaufs- und Parkmöglichkeiten usw.).

Soll ich die Vermietung alleine regeln oder soll ich einen Experten beauftragen?

  • Mit oder ohne Makler? Beauftragen Sie als Vermieter einen Makler, müssen Sie auch die Provision zahlen – dafür hat ein guter Makler ein Auge dafür, welcher Interessent einen verlässlichen Mieter für Sie abgeben könnte und setzt Ihnen einen Mietvertrag auf.
  • Soll ich eine Hausverwaltung engagieren? Haben Sie keine Zeit, sich um die Verwaltung Ihrer Wohnung zu kümmern oder wohnen Sie weit weg, dann ist die Investition in eine professionelle Hausverwaltung eine Überlegung wert. Diese sucht Ihnen nicht nur einen geeigneten Mieter, sondern kümmert sich auch um die Abnahme und Übergabe der Wohnung und treibt die Miete ein. Außerdem hält die Hausverwaltung Kontakt zu den Mietern und sorgt bei Mietausfällen für Schlichtung und einen Rechtsbeistand. Für diesen Service müssen Sie aber Geld in die Hand nehmen.
  • Seien Sie vorsichtig mit Vorlagen von Mietverträgen: Mietvorlagen sind zwar empfehlenswert, sollten aber auf dem neuesten Stand sein. Viele Vorlagen im Internet enthalten noch Renovierungsklauseln, die veraltet und damit ungültig sind. Eine geeignete Vertragsvorlage finden Sie unter anderem beim Vermieterverein (allerdings ist der Download nur bei Mitgliedschaft möglich).

Wie vermiete ich mein Apartment am besten?

  • Befristet oder unbefristet? Klar, bei einem häufigen Mieterwechsel (z.B. bei Studentenapartments) kann man leichter die Miete erhöhen. Aber Sie müssen neben einem höheren Verwaltungsaufwand auch die Mietpreisbremse im Auge behalten: Die Miete darf nicht mehr als 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Viele Vermieter halten sich zwar nicht daran, wie eine Untersuchung des Mieterbundes zeigt, jedoch können die Mieter auch nach Vertragsabschluss deshalb eine günstigere Miete verlangen.
  • Möbliert oder unmöbliert? Möblierte Apartments lassen sich– wenn die Lage es hergibt – gut an Studenten, Pendler oder Berufseinsteiger vermieten und Sie können eine höhere Miete verlangen. Jedoch müssen Sie mit einem höheren Verwaltungsaufwand rechnen: Ihre Mieter werden häufiger wechseln und Sie müssen die Wohnung beim Auszug Ihres Mieters sorgfältig auf Schäden an den Möbeln prüfen. Tipp: Legen Sie eine Inventarliste an, in der Sie genau aufführen, welche Gegenstände sich in dem Apartment befinden (bei Elektrogeräten mit genauer Markenangabe). Diese sollten der Mieter und Sie unterschrieben, damit Sie beide abgesichert sind.

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